Casting des Todes | Cover ©Botchco Films

Regisseur Ben und sein Kameramann Stefan suchen für eine Cocktailwerbung nach einer Frau, die das Produkt vor laufender Kamera möglichst aufreizend präsentieren kann. Ganz nach dem Motto „Sex sells“ ist den beiden vor allem eines wichtig: Möpse! Ihre Kandidatin Anna (Micaela Schäfer) bringt da schon zwei ziemlich dicke Argumente mit ins Casting und Ben (Alexander Altomirianos) ist sofort begeistert. Also weg mit dem Oberteil und shake that shit! Aufgezeichnet wird der Spot mit einer Kamera, die sich Stefan (Marc Philipps) gerade neu gekauft hat. Hierbei handelt es sich jedoch um kein normales Gerät und schon bald zeigt der Mitschnitt blutige Sexszenen, die gar nicht stattgefunden haben…oder vielleicht doch? 

Neben der abgedrehten Idee hat mich Ezra Tsegaye’s Casting des Todes vor allem deswegen interessiert, weil ich wissen wollte, wie sich Micaela Schäfer schlägt, wenn es mal nicht nur darum geht, nackig vor der Mattscheibe herumzuspringen. Und ich war wirklich positiv überrascht. Klar, auch dieser Auftritt kommt nicht ohne zur Schau Stellung ihrer beiden „teuersten Stücke“ aus, aber begeistern konnte sie mich vor allem ob ihres Schauspiels. Bisher konnte ich sie nur in Marcel WalzSeed 2 erleben, wo sie jedoch nicht mehr als nackte Haut zeigen konnte. Das ist hier anders sie meistert die Rolle der Anna sehr gut. Aber auch Alexander Altomirianos als Regisseur, der gerne selbst mal Hand anlegt, und Marc Philipps spielen klasse, was für eine kleine Independentproduktion nicht selbstverständlich ist. Hinzu kommen zahlreiche und völlig durchgeknallte Ideen, wie einige Zeichentrickszenen, die aus dem Zusammenhang gerissen und ergo keinen Sinn zu ergeben scheinen. Das ist schon wieder so bekloppt, dass es Spaß macht, vorausgesetzt, man steht auf so absurden Kram. Ich für meinen Teil feiere es extrem! Dies funktioniert aber nur deshalb so gut, weil ein Großteil der 17 Minuten Laufzeit immer noch auf das titelgebende Casting fällt und auch hier beweist Ezra Tsegaye (Regie, Drehbuch) einen Hang zum Trash und Splatter, gemixt mit völlig abgedrehtem Humor. Am Ende habe ich mich unheimlich gut unterhalten gefühlt und bin gespannt, wie der Filmemacher seine ausufernde Kreativität in seinem nächsten Werk umsetzt. Dieses wird den Titel Der Teufel in mir tragen und wer sich informiert halten möchte, der kann ja mal bei Facebook reinschauen: Klick

 

Seriöse Filmemacher...oder so ähnlich (vlnr.: Alexander Altomirianos, Marc Philipps)

©Botchco Films

Boobshakes sind nichts für jedermann... (rechts: Micaela Schäfer)

©Botchco Films

...manche verlieren da schonmal die Nerven.

©Botchco Films

Ein russischer Genosse erklärt die mysteriöse Kamera...

©Botchco Films

Und wieder Möpse...juhu!

©Botchco Films

Der Ermittler ermittelt in Sachen Boobs & Asses...

©Botchco Films

Zusatzinfos | Herkunftsland: Deutschland | Originaltitel: Casting of Death | Regie: Ezra Tsegaye | Freigabe: n.a. | Uncut: Ja | Spieldauer: 17 Min. | Verleih: Botchco Films | DVD/BD VÖ: 01.11.2015
https://www.youtube.com/watch?v=KMiGIkZuohQ

 

Casting des Todes (2015)
Prädikat: 17 Minuten vollgepackt mit abgedrehten Ideen, Blut, Cocktails und Titten - rockt!
Story65%
Schauspieler80%
Unterhaltung85%
Inszenierung85%
79%Wertung
Leserwertung: (0 Votes)
0%

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.