Debug - Feindliches System | CoverSechs junge und hackerbegabte Strafgefangene werden in ferner Zukunft zu einem Raumfrachter geschickt. Ihre Aufgabe ist es, das dort installierte Sicherheitssystem auf Fehler beziehungsweise Viren zu überprüfen, da es nicht mehr rund zu laufen scheint. Als Belohnung winkt eine Verkürzung ihrer Inhaftierungszeit. Auf dem Frachter angelangt müssen sie zunächst feststellen, dass die gesamte Crew wie vom Weltall verschluckt scheint. Nichts Böses ahnend teilen sie sich auf, um sich an den Computerterminals an die Arbeit zu machen. Es scheint ein lockerer Job zu werden, doch während sie so mit ausgestreckten Beinen anfangen, die Schiffssoftware wieder auf Vordermann zu bringen, erscheint vor ihnen auf den Bildschirmen plötzlich das Gesicht eines Mannes (Jason Momoa). Dieser stellt sich als das Computerprogramm IAM (alles klar!) vor und ist „not amused“ über den externen Eingriff in seine digitalen Eingeweide. Wenig beeindruckt versuchen die Hacker dem Teil den Saft abzudrehen, müssen jedoch feststellen, dass IAM eine neue und hochentwickelte Bioware ist, die schon längst den Spieß umgedreht hat…

Debug – Feindliches System gehört zu jenen Filmen, die irgendwann im Samstagnachtprogramm auf RTL 2 laufen dürften: Nicht gut genug für Pro 7, zu aktuell für Kabel 1, für VOX wird zu wenig gekocht, geshoppt oder ermittelt und für Arte rangiert das Niveau zu weit unter dem Radar. Das Setting ist gelungen, wenn 

auch nicht sonderlich abwechslungsreich, die CGI-Effekte sind zwar recht billig, aber noch nicht auf Trashniveau, die Schauspieler machen ebenfalls einen guten Job und abgesehen davon ist es ein SciFi-Streifen, womit er bei mir ohnehin schonmal einen kleinen Bonus erhält. Gleichwohl schafft Regisseur und Drehbuchautor David Hewlett es nicht, sein Werk über das Mittelmaß zu heben. Das liegt weniger an der Inszenierung, sondern vielmehr daran, dass die Story zu belanglos ist und zudem einige Logiklöcher aufweist. Normalerweise sehe ich über so etwas ja auch ganz gerne mal hinweg, sofern der Rest stimmt, aber wenn jemand im Weltraum mit einem Loch im Raumanzug noch eine ganze Weile weiterlebt, dann ist das doch ein ziemlich heftiger Patzer, gerade, wenn kurz vorher noch der Tod im All thematisiert wird. Darüber hinaus wirkt es so, als hätte man Versatzstücke von Event Horizon benutzt und mit einer kleinen Brise Cube gewürzt, ohne dabei jedoch im Ansatz deren Klasse zu erreichen. 

Trotz alledem hat mich der Streifen recht gut unterhalten. Vielleicht wäre es ratsam gewesen, Jason Mamoa etwas mehr Screentime einzuräumen und zwar nicht als animierte Fratze auf einem Computerbildschirm, sondern als Ganzkörpererscheinung. Der Typ hat mir schon in Shootout – Keine Gnade eine Menge Spaß bereitet und auch in Debug mochte ich ihn als fieses sowie leicht durchgeknalltes Sicherheitsprogramm. Etwas mehr davon hätte dem Film eventuell die nötige Würze verliehen. So bleibt am Ende ein kurzweiliger Streifen, der durchaus zu unterhalten weiß, aber auch schnell wieder vergessen sein dürfte.

 


Zusatzinfos | Originaltitel:  Debug | Freigabe: FSK 16 | Uncut: ja | Spieldauer: 86 Min. | Studio (Verleih): Ascot Elite Home Entertainment | BR/DVD VÖ: 14.04.2015

Debug - Feindliches System (2014)
Prädikat: Gut gemacht aber etwas verbuggt.
Story45%
Schauspieler70%
Spannung60%
Inszenierung65%
60%Wertung
Leserwertung: (1 Judge)
87%

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