Fast & Furious 7 | Cover

Morgen ist es soweit, die sicherlich von vielen heiß ersehnte Heimkinofassung von Fast & Furious 7 geht an den Start. Zuvor wurde mir von Universal Pictures freundlicherweise eine DVD-Fassung des Films zugesandt. Im April hatte ich diesen ja schon einmal nach meiner ersten Sichtung auf der großen Leinwand besprochen (den Artikel findet ihr hier: KLICK) und da ist der Streifen äußerst gut weggekommen. Aber wie das manches mal so ist: Man geht mit großen Erwartungen in einen Film, wird von selbigem regelrecht umgeblasen und wenn man ihn dann zum zweiten mal schaut, ist er nur noch…naja, Standardfutter eben. Mich hat daher vor allem interessiert, ob mich James Wan‘s Version des Nonplusultra Actionfeuerwerks auch im zweiten Gang noch in einen Geschwindigkeitsrausch versetzen kann, oder ob die Motoren absaufen.

Tatsächlich hat sich meine Meinung zu dem Film im Grunde nicht verändert. Besonders aufgefallen ist mir auch dieses mal wieder, wie vollkommen übertrieben die Actionsequenzen sind. Solltest du als Leser Wert auf zumindest ein wenig Realismus legen, dann schraube am besten nochmal ganz kräftig an deinen Erwartungen, bevor du dir dieses Werk anschaust. Ich für meinen Teil hatte erneut einen Heidenspaß an den zahlreichen Verfolgungsjagden, den sehr imposant inszenierten Kampfszenen (insbesondere der finale Fight zwischen Jason Statham und Vin Diesel ist genau so gelungen, wie ich es erhofft hatte – die beiden schenken sich einfach gar nichts!), den häufig handgemachten Actionszenen (die Schrottpresse dürfte während der Dreharbeiten ihr bestes Geschäftsjahr hingelegt haben) und dem insgesamt sehr ausgewogenen Ideenreichtum von Drehbuch und Regie. Sehr bedauerlich fand ich allerdings auch jetzt wieder, dass Dwayne Johnson

in Fast & Furious 7 viel zu kurz kommt. Zwar ist der Schauspieler insbesondere durch seine Actionstreifen bekannt geworden, ich bin allerdings der Meinung, dass er auch ein sehr sympathischer Charakterdarsteller sein kann, was man eigentlich in allen seinen Filmen merkt, insbesondere aber in solchen wie Spiel auf Bewährung oder dem sehr großartigen Pain & Gain. Umso mehr habe ich mich über das Wiedersehen mit ihm in Fast & Furious 7 gefreut, allerdings war dieses nur von kurzer Dauer. Am Anfang taucht er mal eben auf und darf sich mit Jason Statham einen Fight liefern, nach dem bei mir dann auch gleich die Sabberfäden Auslauf bekamen. Das war es dann aber allerdings schon. Und wer den Film gesehen hat und jetzt meint, dass “The Rock” ja am Ende nochmal fett auf die Kacke haut, der hat zwar Recht, aber der Typ kann einfach viel mehr, als mit einer fetten Wumme (bzw. einem Krankenwagen) einen Häuserblock in Schutt und Asche zu legen. Angesichts der sonst (und ich sage es gerne nochmal, damit sich nachher keiner beschwert;) vollkommen “over the top” inszenierten Action, den tollen Schauspielern und dem extrem ergreifenden Abschied von Paul Walker, der leider verstorben ist, noch während der Film sich im Dreh befand (und ich kann mir den Song aus den letzten Filmszenen immer noch nicht anhören, ohne, dass die Tränendrüsen aktiv werden), ist dies Kritik auf sehr hohem Niveau. In dem bereits angekündigten achten Teil möchte ich dann aber bitte wieder etwas mehr “Rock”.  Sonst darf alles beim Alten bleiben, denn was James Wan hier auf die Beine gestellt hat, ist nicht weniger, als der Actionfilm, den die meisten genreverwandten Streifen versprechen, dann aber nicht abzuliefern wissen. Und das gilt sowohl für die erste, als auch für die zweite Sichtung. 

 

 

Zusatzinfos | Freigabe: FSK 12 | Uncut: Ja | Spieldauer: 132 Min. | BR/DVD VÖ: 13.08.2015
Fast & Furious 7 - DVD Review (2015)
Prädikat: Hat auch im zweiten (Durch-)Gang nichts von seiner Faszination verloren!
Story72%
Schauspieler83%
Action93%
83%Wertung
Leserwertung: (0 Votes)
0%

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.