Feear the Walking Dead St. 2 Ep. 8 - Grotesk | Wüstenjäger ©amc

Spoilerwarnung: Diese Review kann Spuren von Informationen zu den bisherigen Folgen der Serie enthalten. Sollte bei dir eine Allergie gegen Spoiler diagnostiziert worden sein, empfehle ich, die letzten Ausgaben von Fear the Walking Dead zu schauen, bevor du diesen Artikel konsumiert. Die Zusammenfassung der hier besprochenen Folge verabreiche ich natürlich frei von Spoilern.

Fear the Walking Dead Staffel 2 - Teil 2| Cover ©amcNachdem Daniel Salazar in einem großartig inszenierten Finale der Folge Shiva die vermeintlich sichere Festung von Celia Flores mit einem verheerenden Feuer dem Erdboden gleichgemacht hat und dabei selbst in den Flammen umgekommen ist, wurde die restliche Gruppe auseinandergerissen: Madison und Alicia Clark sowie Daniel’s Tochter Ofelia und Victor schafften es gerade noch, der Feuersbrunst und einer Horde Untoter zu entkommen. Travis hingegen entschied sich, bei seinem Sohn Chris zu bleiben, da dieser zunehmend in einem emotionalen Sumpf aus Wut und innerer Zerrissenheit zu versinken drohte. Neben der in den Flammen untergehenden Hoffnung auf einen Neuanfang, war Travis somit vor allem für Nick ein weiterer wichtiger Anker, der sich löste. So schien der Junge zum Ende vollkommen verzweifelt und schritt alleine mit den Untoten in die Nacht, anstatt die helfende Hand seiner Mutter zu ergreifen. Warum er so verzweifelt war, erfahren wir nun in der 8. Folge Grotesk

Ein paar Tage scheinen nach dem Unglück vergangen und Nick ist in Begleitung von Sofia, einer weiteren Überlebenden der Katastrophe. Auf seine Frage hin, ob es noch mehr Menschen gibt, die wie Celia die (wandelnden) Toten ehren und nicht einfach nur beseitigen, erzählt sie ihm von einer Stadt im Norden, wo genau das der Fall sei. Während Sofia sich mit einem Jungen auf die Suche nach dessen Vater begibt, entscheidet sich Nick dazu, besagten Ort aufzusuchen. Die Reise dorthin führt durch trockenes Wüstenland und neben Hunger, Durst, der brennenden Sonne sowie einigen unliebsamen (lebenden und untoten) Gesellen sind es auch die innere Dämonen, welche ihn quälen. Doch viel Zeit bleibt ihm nicht, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen, denn schon bald droht das endgültige Ende seines Weges…

Es ist erfreulich, dass man einmal eine ganze Episode ausschließlich Nick und dessen Vergangenheit widmet. Während er nämlich von einem Unglück ins nächste stolpert, werden immer wieder Rückblicke gezeigt, die sich vor allem mit dem Verhältnis zu seinem biologischen Vater beschäftigen. Hierdurch wird insbesondere aufgrund der Entscheidung von Travis nachvollziehbar, warum Nick sich nicht der Gruppe angeschlossen hat. Er muss seinen eigenen Weg gehen, sich von dem lösen, was ihn schon viele Jahre umtreibt und scheinbar einer der Gründe für seine Drogenabhängigkeit war.

Doch so schön es auch ist, dass man sich hier eingehend mit einer der wenigen interessanten Figuren von Fear the Walking Dead beschäftigt, so bedauerlich fand ich es, eine ansonsten wieder recht spannungsarme und wenig einfallsreiche Folge zu erleben.

Dabei schimmert gerade am Anfang ein gewisses Feingefühl für tolle Momente durch, wenn Nick zu dem Song How Low von José Gonzáles durch die Wüste stapft. Es passiert nicht viel, aber die audiovisuelle Komposition erzeugt Emotionen. Und genau das ist es, was der Serie bis auf wenige Situationen immer noch abgeht. Warum arbeitet man nicht mehr mit Musik oder so interessanten Kameraeinstellungen wie im Finale von Shiva? Es ist mir ein Rätsel. So bleibt am Ende leider eine inhaltlich recht interessante Episode mit wenigen Höhepunkten…

Zusatzinfos | Herkunftsland: USA | Originaltitel: Grotesque | Regie: Daniel Sackheim | Drehbuch: Kate Barnow | Darsteller: Frank Dillane, Danay Garcia, Lexi Johnson, Alfredo Herrera | Produktion: Pablo Cruz, Avram ‚Butch‘ Kaplan, Arturo Sampson | Freigabe: FSK 18 | Uncut: ja | Spieldauer: 44 Min. | Verleih: Splendid Film/WVG | DVD/BD VÖ: 04.11.2016 | Erstausstrahlung auf Amazon Instant Video: 21.08.2016 | Streaming Link: Amazon
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Fear the Walking Dead Staffel 2 Ep. 8 - Grotesk (2016)
Prädikat: Etwas mehr Tiefgang bei stagnierender Spannungskurve...schade.
Story65%
Schauspieler80%
Spannung65%
Inszenierung65%
69%Wertung
Leserwertung: (0 Votes)
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