Nachdem der Sender Pro7 MAXX bereits im vergangenen Jahr das Thema eSports in sein Programm aufgenommen, es wenig später aufgrund des Amoklaufs in München allerdings wieder radikal abgesetzt hat, unternimmt man nun einen zweiten Versuch: Ab dem 30.08.2017 wird immer mittwochs um 00:15 Uhr (also zur Hauptsendezeit *hüstel*) über Turniere berichtet. Hierfür hat man einen Vertrag mit dem größten e-Sport-Unternehmen, der ESL, abgeschlossen. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Games Counter-Strike: Global Offensive, League of Legends, Dota 2, Fifa, Madden NFL und Rocket League, also den berühmt sowie mitunter berüchtigsten Spielen aus der Szene. Als Moderator konnte man die eSports Ikone Matthias Remmert alias der “Knochen” verpflichten, welcher zusammen mit Gästen die Turniere analysiert und Einblicke in die Szene gibt.

Ach ja, für diejenigen, die mit dem Thema noch gar nichts anfangen können: Beim eSport handelt es sich im Grunde um nichts anderes, als beim normalen Sport, nur, dass hier eben Teams in Computerspielen gegeneinander antreten (teils mit äußerst hohen Preisgeldern!). Aufgrund der zunehmenden kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung des Gaming Marktes ist es äußerst wahrscheinlich, dass zukünftig auch andere Sender auf den Zug aufspringen. Bleibt zu hoffen, dass bei der nächsten Knalltüte, die meint, mit einem Gewehr um sich schießen zu müssen, nicht wieder der Rückzug angetreten wird. Selbst Kanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Rede zur Eröffnung der diesjährigen Gamescom (im Video, das auch in diesem Beitrag angeschaut werden kann, ab Minute 33:30) und zuvor im Fernsehen versucht, das Dogma von “Killerspielen” abzuschwächen. Klar, es ist Wahlkampf, aber abgesehen davon zeigt dieser Auftritt, dass das Thema mittlerweile weit mehr ist, als ein reiner Zeitvertreib (für diejenigen, die sich schon länger damit beschäftigen, ist das wahrlich nichts Neues). Es bleibt also spannend, wann Deutschland hier mal den Popo hochbekommt…die ersten Schritte sind nun getan.

Quelle: Gamestar

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.