Infini | CoverZu Beginn des 23. Jahrhunderts wird eine Eliteeinheit auf eine Search and Rescue Mission zu der weit im All gelegenen Minenstation “Infini” entsendet. Hier soll sie Whit Carmichael (Daniel MacPherson), den einzigen Überlebenden einer nicht näher benannten Katastrophe retten und herausfinden, was genau vorgefallen ist. An ihrem Ziel angekommen bietet sich der Einheit ein Bild des Grauens: Überall sind schrecklich zugerichtete Leichen verstreut und die Station läuft nur noch auf Standby. Das ganze Ausmaß des Unglücks erfahren sie jedoch erst, als sie Carmichael finden. Offenbar ist in der Infini ein Virus außer Kontrolle geraten, das die Menschen befällt und zu deformierten, seelenlosen Kampfmaschinen macht. Kaum, dass sie wissen, womit sie es zu tun haben, kommt es zu einem erneuten Zwischenfall, in dessen Folge die ersten Mitglieder der Eliteeinheit infiziert werden…es sollen nicht die letzten gewesen sein…

Ich liebe Science Fiction…so sehr, dass ich einen Film dieses Genres selbst dann sehen möchte, wenn er recht durchwachsene Kritiken eingefahren hat. Die Aufmachung und die Beschreibung von Infini machten aber den Eindruck, als hätte ich es hier mit einem ziemlich spannenden Streifen zu tun. Doch ähnlich wie der Durchschnitt der Kritiken, die man so im World Wide Web findet, liegt nach der Sichtung auch meine Meinung zu dem Werk von Shane Abbess irgendwo zwischen dem, was ich mir erhofft habe und dem, was ich befürchten musste. So kann und möchte ich dem Film eine gewisse Spannung, gute Sets und recht anständige Schauspieler nicht absprechen, gleichwohl wird einem im ersten Drittel mehr versprochen, als man hält, bzw. aufgrund von geringem Budget halten konnte. So ist beispielweisweise die Rede davon, dass besagtes Virus seine Opfer vollkommen entstellt. Schlussendlich gibt es dann jedoch nur einige wenige Szenen, in denen das auch mal umgesetzt wird und diese wirken dann sogar ziemlich deplatziert, weil ansonsten “nur” wahnsinnig gewordene Menschen, die bis auf gerötete Augen kaum eine körperliche Veränderung durchlaufen haben, die Gefahr darstellen. Oh, ok, der Virus wird auch noch als gallertartige Substanz dargestellt, was fast schon unfreiwillig komisch wirkt. So entsteht der Eindruck, dass die Crew um Shane Abbess mehr gewollt, aber nicht gekonnt hat. Dann hätte man sich doch lieber etwas minimalistischer halten und sich noch ein wenig mehr auf die Inszenierung und die Dialoge konzentrieren sollen. In diesem Falle hätte Infini problemlos ein starker Vertreter seines Genres werden können. So ist leider nur ein durchschnittlicher Streifen entstanden, dem man aber, die entsprechenden Erwartungen vorausgesetzt, durchaus eine Chance geben darf.

 

Zusatzinfos | Herkunftsland: Australien | Originaltitel: Infini | Freigabe: FSK 16 | Uncut: Ja | Spieldauer: 110 Min. | Verleih: Capelight Pictures | DVD/BD VÖ: 16.10.2015
Infini (2015)
Prädikat: Manchmal ist weniger mehr...
Story65%
Schauspieler75%
Spannung75%
Inszenierung60%
69%Wertung
Leserwertung: (0 Votes)
0%

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.