Kung FuryWillkommen im Miami des Jahres 1985. Die Stadt droht von einer Welle des Verbrechens überrollt zu werden. Es herrscht kein Respekt mehr vor der Staatsgewalt. Straßenräuber und außer Kontrolle geratene Spielautomaten bringen Chaos und Verwüstung. Doch mit einem haben weder die Gauner, noch die Münzenfresser gerechnet: Kung Fury! Dies ist seine Stadt und er wird nicht tatenlos zusehen, wie sie vor die Hunde geht – das hat er noch nie. Als Cop beim Miami Police Department hat er stets für Recht und Ordnung eingestanden…bis zu jener verhängnisvollen Nacht, in der er Martial Arts-Superkräfte erlangte. Und jetzt…jetzt räumt er richtig auf! Während allerdings das Straßengesocks längst kein Problem mehr für ihn ist, muss er sich bald seinem bislang größten Gegner stellen: Adolf Hitler höchstpersönlich! Bis es zu diesem finalen Superfight kommt, muss er allerdings erst zahlreiche Hindernisse überwinden. Doch wer immer sich ihm in den Weg stellt, wird die Faust des Gesetzes zu spüren bekommen. Denn dies ist Kung Fury und er macht keine halben Sachen!

Du stehst auf 80er Jahre Cop-Streifen á la Lethal Weapon, in denen erst geschossen und dann gefragt wird? Du liebst den Charme von pixeligen Retro-Games mitsamt ihrem synthielastigen Soundtrack? Dann wird für dich kein Weg an David Sandberg‘s Kurzfilm Kung Fury vorbeiführen.

Die obige Zusammenfassung ist nämlich nur ein Bruchteil dessen, was euch in dieser 31-minütigen Hommage an eben jene Kindheitserinnerungen der heutigen Erwachsenengeneration erwartet. Hier werden im Sekundentakt Oneliner rausgehauen, der Score von Johan Bengtsson aka Mitch Murder ist nicht weniger als eine Liebeserklärung an das Actionkino und die Welt der Spielautomaten von

vor über 30 Jahren und die Kreativität, mit der Sandberg dem Zuschauer seine so abgedrehten wie sympathischen Ideen um die Ohren haut, ist wie ein wahr gewordener Traum für jeden Retro Fan. Der gute Mann hat übrigens nicht nur Regie geführt und das Drehbuch geschrieben, sondern bekleidet auch gleich die Hauptrolle. Sehr stark! Gedreht wurde mit einer Canon 5D und für die Zeitlupenszenen hat man sich einer Sony FS700 bedient. Diese Info halte ich alleine deshalb für wichtig, weil mit diesen verhältnismäßig einfachen Werkzeugen und natürlich der entsprechenden Nachbearbeitung ein unverwechselbarer Look entstanden ist, der alleine schon Grund genug ist, sich das Teil wenigstens einmal zu geben.

Einzig der teils entlarvende Einsatz von CGI kann hier kritisiert werden, fällt aber angesichts des Herzbluts, welches zweifelsohne in die Entstehung des Films gesteckt wurde, nicht sonderlich schwer ins Gewicht, zumal sich die verwendeten Sets, Masken und Effekte mit einem recht übersichtlichen Budget von 630.000 USD heutzutage wohl kaum in handgemachter Form umsetzen lassen. Das Geld wurde übrigens von fast 18.000 Unterstützern auf Kickstarter zusammengetragen. Ab einem Betrag von 1.000.000 USD hätte aus Kung Fury sogar ein abendfüllender Spielfilm werden können. Aber, und das ist nach dem durchschlagenden Erfolg dieses Debütwerks keine große Überraschung, David Sandberg hat bereits ein Nachfolger angekündigt. Es würde mich stark wundern, wenn er dafür nun nicht die nötige Aufmerksamkeit und das Geld bekommt, um wenigstens einen 90-Minüter auf die Beine stellen zu können. Ich hoffe es inständig und zwar nicht nur, weil ich unglaublich Bock auf das Teil habe, sondern auch, weil es das Potential und die Eier hat, die Kinowelt anständig aufzuwühlen! Bis es soweit ist, kann man sich den ersten Teil auf Netflix oder ganz kostenlos auf Youtube anschauen, was auch ein klasse Zug von den Machern ist! Dieser wurde auch schon mit knapp 26 Millionen (!) Klicks in “der Tube” belohnt.

So, mehr kann ich eigentlich nicht tun, um euch das Projekt schmackhaft zu machen. Alles Weitere liegt an euch, denn Kung Fury ist ein Meisterwerk, dass sich in Worten nur schwer beschreiben lässt – man muss es erlebt haben!

Furyose Bildeindrücke

Hallo hübsche Frau! Ihre großen...Hörner sind mir gleich aufgefallen!

Mit ihm und seinen Freunden legt man sich besser nicht an: Kung Fury.

Mit ihm auch nicht: Der einzig wahre "The Hoff" (9000).

Zeitreisen mit Stil (und Keyboard) - für Kung Fury eine Selbstverständlichkeit.

Zusatzinfos | Herkunftsland: Schweden | Originaltitel: Kung Fury | Regie: David Sandberg | Drehbuch: David Sandberg | Darsteller: David Sandberg, Jorma Taccone, Steven Chew, Leopold Nilsson | Produktion: Linus Andersson, Drew Belz, Joao Manuel Nogueira de Silva | Freigabe: Ungeprüft | Uncut: Ja | Spieldauer: 31 Min. | Video on Demand VÖ: 01.04.2016 | Einkaufslink zum Soundtrack: Amazon
Kung Fury (2015)
Prädikat: Herausragendes Retro-Meisterwerk! Könnte auch Kult Fury heißen...
Story90%
Schauspieler90%
Spannung/Unterhaltung90%
Inszenierung95%
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