Scars of Xavier | Poster ©Bogatzkimov

Als ich die Story zu Scars of Xavier gelesen habe, musste ich unweigerlich an eine sehr bekannte Serienfigur denken: Dexter. Denn der titelgebende und von Marc Engel (Reeperbahn) verkörperte Hauptcharakter dieses deutschen Projekts führt ein ganz ähnliches Leben, wie der scheinbar freundliche Rotschopf. Sein Drang, Menschen zu töten, zwingt auch ihn, ein Außenseiterdasein zu führen und so lebt er unauffällig und zurückgezogen. Dies soll sich jedoch ändern, als Karolina in sein Leben tritt und er sich in sie verliebt. Doch auch diese enge Bindung zu einem anderen Menschen kann sein dunkles Verlangen nicht stillen und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis Xavier seiner Obsession nachgibt und sich ein neues Opfer sucht. Doch kann er Karolina, die nun eine Mitwisserin seiner Taten ist, vor sich selbst schützen?

Schon ein kurzer Blick in den Teaser von Scars of Xavier macht klar, dass es vielleicht storytechnisch die eine oder andere Parallele zu Dexter, Hannibal und weiteren Leinwandkillern gibt, man inszenatorisch jedoch ganz andere Wege beschreiten möchte. Das Werk von Kurzfilmregisseur und Cutter Kai E. Bogatzki verspricht einen dreckigen, düsteren Look und zielt damit klar auf Genrefans ab, die sich gerne auch mal von härterer Filmkost unterhalten lassen. Dieser Stil funktioniert auch schon in den ersten beiden Minuten des Teasers hervorragend und man erkennt klar, dass hier Leute am Werk sind, die sich mit Kameraarbeit und der Postproduktion auskennen: Farbgebung, Schnitt sowie Musik sind großartig und machen sofort Lust auf mehr. Abgesehen davon trifft dieser so wichtige erste Eindruck aber auch deshalb ins Schwarze, weil mit Marc Engel ein Hauptdarsteller gecastet wurde, der es versteht, intensive, brutale und rücksichtslose Rollen zu verkörpern. So darf man also zu Recht hoffen, dass mit diesem Werk ein weiterer Genrestreifen auf den Markt kommt, der die überholten Grenzen des “konservativen deutschen Films” sprengt. 

Da jedoch Kai E. Bogatzki kürzlich ein Produzent abgesprungen ist, geriet das Projekt ins Stocken. Und da sich so ein Film nicht (nur) mit Luft und Liebe realisieren lässt, hat man für Scars of Xavier eine Crowdfundingkampagne auf Startnext.com eingestellt. Sehr cool finde ich dabei, dass man nicht einfach nur den Teaser genommen hat, um das Werk zu präsentieren, sondern extra für die Schwarmfinanzierung einen kleinen Kurzfilm gedreht hat, in dem der Regisseur von Xavier höchstpersönlich an die Decke gehängt wurde, um ihm die wichtigsten Infos zu der Kampagne aus dem Leib zu prügeln (das Video findet ihr direkt unter diesem Artikel). Sehr nice! Aber auch an dieser Stelle möchte ich euch ein paar Eckdaten zu dieser Aktion an die Hand geben: Sie läuft vom 13.05. bis 11.07.2016. Das Fundingziel beträgt 4.000 € und natürlich gibt es auch einige Belohnungen für diejenigen, die das Projekt finanziell unterstützen (bspw. der eigene Name im Abspann, Soundtrack, Filmposter, DVD/BluRay bis hin zu einer Statistenrolle). Ich für meinen Teil werde mich da direkt nach Veröffentlichung dieser Vorstellung dranhängen und hoffe, dass sich unter euch vielleicht noch der Eine oder Andere findet, der es mir gleich tut. Hier der Link zu der Kampagne: Klick. In diesem Sinne: Lassen wir Scars of Xavier Realität werden! (#UnterstütztDenDeutschenGenrefilm)

 

Zusatzinfos | Herkunftsland: Deutschland | Originaltitel: Scars of Xavier | Regisseur: Kai E. Bogatzki | Freigabe: t.b.a. | Uncut: t.b.a. | Spieldauer: t.b.a. | Verleih: t.b.a. | Veröffentlichung: t.b.a. | Crowdfunding: Startnext 
Scars of Xavier - Trailer und Crowdfunding
Potential: Dreckig, düster und brutal - sehr stark!
Potential83%
83%Potential
Leserwertung: (1 Judge)
100%

Eine Antwort

  1. Thomas

    Ich bin sehr gespannt, welche Entwicklung dieses Crowdfunding Projekt nehmen wird. Crowdfunding ist und bleibt eine tolle Finanzierungsalternative und auch das Interesse der finanziellen Unterstützer wächst immer weiter an. Da kann man Euch jetzt nur noch die Daumen drücken.

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.