Lange ist es still um die „Scary Movie“-Reihe geworden. Schade eigentlich, denn wie kaum eine andere „Movie“-Serie schaffte es diese, regelmäßig aktuelle Filme zu karikieren. 2013 war es dann mal wieder soweit und nach 7 Jahren Abwesenheit erschien der fünfte Teil. Und was soll ich sagen: Man bekommt, was man erwartet.

In bester Slapstick Manier werden dieses Mal „Paranormal Activity“, „Inception“, „Planet der Affen – Prevolution“, „The Cabin in the Woods“, „Black Swan“ und viele mehr veräppelt. Wie üblich ist es schwer eine zusammenhängende Story zu erkennen, da der 86 Min. lange Streifen wie eine Aneinanderreihung von Blödelszenen daherkommt. Auch sonst hält man sich an das bislang erfolgreiche Konzept und verwendet die üblichen Zutaten: Sehr gute Nachbildung der Schauorte und Verkleidungen, kotzen, scheißen, Charlie Sheen…letzterer hat jedoch erneut nur einen sehr kurzen Cameo-Auftritt und segnet (leider) ziemlich frühzeitig das Zeitliche. Sehr geil fand ich, dass dieses Mal auch der Rapper Snoop Dogg eine kleine Gastrolle bekam. Man mag von ihm (ob der Texte in seinen Songs) halten was man möchte – er ist einfach eine coole Sau.

Leider weiß „Scary Movie V“ am Ende trotz des beibehaltenen Stils der Vorgänger nicht so sehr zu überzeugen. Bei Weitem nicht jeder Witz zündet, was für einen Film aus diesem Genre natürlich schnell einem Todesurteil gleich kommt. Glücklicherweise lassen es die beiden Regisseure Malcolm D. Lee (u.A. „The Best Man Holiday“) und David Zucker nicht so weit kommen. Dies mag insbesondere an Letztgenanntem liegen, der hier auch als Autor fungierte und neben einigen „Die nackte Kanone“-Ablegern bereits für den genialen „Airplane“ als Regisseur und Autor verantwortlich zeichnete. So kommt es, dass neben einigen gar nicht lustigen Szenen immer wieder Sequenzen auftauchen, die so bekloppt und saukomisch sind, dass man sich gleich wieder ganz im „Scary Moversum“ zuhause fühlt. Besonders erwähnenswert wären da bspw. die Aufnahmen der Überwachungskameras im Haus der „Paranormal Activity“-Familie. Da explodieren des nachts auf der Straße grundlos irgendwelche Autos, der Hausaffe Cesar hockt auf dem Klo und liest eine Zeitschrift (bevor er rausgeht muss er noch eine handvoll Kot gegen den Spiegel werfen) und der Poolreinigungsroboter feiert mit seinen Freunden eine fette Party ganz in „Project X“-Manier. Einfach herrlich! Solche Szenen lassen dann auch gerne mal über die eine oder andere Durststrecke hinwegsehen.

Waffenbrüder“Dude, wo kommen die ganzen Waffen her?”
“Sweet, this is America!”

Mittlerweile sollte natürlich jeder wissen, worauf er sich bei einem „Scary Movie“-Film einlässt. Hier geht die Quantität der Witze vor die Qualität und wer die Vorgänger schon nicht mochte oder generell mit Blödelfilmen nichts anfangen kann, der sollte auch hier die Finger davon lassen. Für alle anderen dürfte (genügend Bier und Freunde vorausgesetzt) einem feucht-fröhlichen Abend nichts im Wege stehen…am besten auch schon einmal die anderen „Movies“ zurechtlegen.

 

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