In den 70er Jahren führen die College Studenten Ben (Sebastian Stan), Patrick (Tom Felton) und Lydia (Julianna Guill) eine Wiederholung des “Charles Experiment” durch. Sinn und Zweck des Ganzen ist es, einen Geist durch die Bündelung von Gedanken herbei zu rufen. Leider gelingt ihnen der Versuch, in dessen Folge Lydia von der jenseitigen Präsenz durch eine Wand gezogen wird und spurlos verschwindet. Jahre später zieht Ben mit seiner Freundin Kelley (Ashley Greene) in ein neues Haus, wo es schon nach kurzer Zeit zu seltsamen Ereignissen kommt.

Mit The Apparition versucht sich der bislang nicht allzu umtriebige Regisseur Todd Lincoln am Subgenre des Poltergeistfilms und muss sich so mit einigen Größen messen. Das er diese jedoch gar nicht erst versucht zu kopieren, kommt seinem Film zugute und so ist ein zwar nicht überragender, aber zumindest wohlig gruseliger Streifen entstanden. Etwas Neues wird man hier fürwahr nicht zu Gesicht bekommen: Von Möbelstücken, die sich selbstständig machen, über seltsame Geräusche im Haus, bis hin zur finalen Austreibung ist alles enthalten. Zwischendurch bekommt der Zuschauer noch ein Versatzstück aus The Ring serviert und gegen Ende entsteht sogar ansatzweise eine Atmosphäre wie in dem großartigen Pulse. Das Ergebnis kann zwar in den letzten 20 Minuten tatsächlich noch mit der einen oder anderen schönen Idee überraschen und kratzt auch mal an der Grenze zum Horror, bleibt aber insgesamt eher harmlos. Das ist nicht schlecht, wenn man mal einen Gruselfilm mit der Freundin sehen möchte, die vielleicht etwas schreckhaft bei derlei Filmkost ist. Für Genrekenner bleibt zumindest die nette Unterhaltung für zwischendurch.

Prädikat: Grusel-Fast Food

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