Die Erde vor 20.000 Jahren: Der Mensch war noch nicht das alles beherrschende Lebewesen auf diesem Planeten (manch kluger Kopf würde gar behaupten, dass dem selbst heute nicht so ist) und kämpfte statt mit Gewehren noch mit Speeren sowie Pfeil und Bogen in einer gnadenlosen Wildnis um sein Überleben. Keda (Kodi Smit-McPhee, Let Me In, The Road) ist einer dieser Menschen und soll die Nachfolge seines Vaters Tau (Jóhannes Haukur Jóhannesson, Game of Thrones) als Stammesführer antreten. Doch für diese Aufgabe muss er noch viel lernen, vor allem, was die so wichtige Jagd angeht. Bei eben einer solchen kommt es dann auch zu einem Unglück, in dessen Folge er von seinen Leuten getrennt wird und sich alleine durch die Wildnis schlagen muss, in der schon hinter dem nächsten Busch sein Todfeind lauern könnte. Und selbiger lässt auch nicht lange auf sich warten – doch das Zusammentreffen läuft anders, als gedacht und wird eine Entwicklung in Gang setzen, die noch bis heute nachhallt. 

Regisseur und Drehbuchautor Albert Hughes (Menace II Society, Hell) ist mit Alpha ein Kleinod par excellence gelungen, das auch ohne ausufernde Dialoge eine große Geschichte zu inszenieren weiß. Denn obwohl diese oft vorhersehbar ist, trägt sie zwischen den Zeilen eine Botschaft in sich, deren Relevanz, ebenso wie die des offensichtlich Erzählten, bis heute nachhallt. Es geht um das aufeinander Zugehen, statt sich zu bekämpfen, um das Mit- statt Gegeneinander und die innere Selbstfindung, die dadurch vielleicht erst ermöglicht wird. Gezeigt wird das in großen Bildern, die ganz ohne Bombast auskommen und den tief verwurzelten, emotionalen Aspekt des Films mindestens genauso transportieren, wie die Geschichte an sich. Die schauspielerische Leistung weiß gleichermaßen zu begeistern, wobei hier vor allem Kodi Smit-McPhee hervorzuheben ist, der, neben dem Hund Chuck, den Film quasi alleine trägt. Schlussendlich möchte ich auch den musikalische Untermalung von Joseph S. DeBeasi und Michael Stearns nicht unerwähnt lassen, welche sich nie in den Vordergrund drängt und doch einen essenziellen Beitrag zum audiovisuellen Erlebnis leistet. 

Unter dem Strich ist das Werk dann auch genau das: Eine Filmerfahrung, die mit leisen Tönen ganz laut ist…wenn man denn zuhört. 

Wilde Bilder

Wuff (Chuck)
Steeeernenhimmel
Passenden Werbespruch mit einem Bullen hier einfügen.
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Zusatzinfos | Herkunftsland: USA, Kanada, China | Originaltitel: Alpha | Regie: Albert Hughes | Drehbuch: Daniela Sebastian Wiedenhaupt, Albert Hughes | Darsteller: Kodi Smit-McPhee, Jóhannes Haukur Jóhannesson, Marcin Kowalczyk, Jens Hultén, Natassia Malthe, Spencer Bogaert, Mercedes de la Zerda, Leonor Varela, Morgan Freeman (Stimme) | Produktion: Sue Baden-Powell, Mark Bakshi, Stuart M. Besser, Guo Guangcheng, Albert Hughes, Robin La Chanu, Kim Locasio, Richard Mirisch, Andrew Rona, Louise Rosner, Jon Silk | Musik: Joseph S. DeBeasi, Michael Stearns | Freigabe: FSK 12 | Uncut: ja | Spieldauer: 96 Min. | Verleih: Sony Pictures Home Entertainment | Produktionsjahr: 2018 | Kinostart Deutschland: 06.09.2018

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https://youtu.be/S8QPNQ2-eA8

Alpha (2018) - Wild, dramatisch, meisterhaft
Prädikat: Bildgewaltig, emotional und eindrucksvoll.
Story80%
Schauspieler85%
Spannung85%
Inszenierung90%
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