Backcountry BD | CoverDie etwas naturscheue Jenn und ihr Freund Alex wollen ein paar Tage fern aller Zivilisation in einem großen Waldgebiet campen gehen. Um sich voll und ganz auf die gemeinsame Zeit konzentrieren zu können und um den Abenteuercharakter des Ausflugs zu erhöhen, lassen sie ihre Handys und die Karten der Region im Auto. Eigentlich glaubt Alex ja auch, das Terrain noch aus seiner Kindheit zu kennen. Dies stellt sich jedoch bald als katastrophaler Irrtum heraus und die beiden finden sich mitten im waldigen Nirgendwo wieder. Damit ist der Drops aber noch nicht gelutscht, denn nach einer Weile bekommt das Pärchen unliebsamen Besuch von einem sehr missgelaunten Schwarzbären, der sein Revier verteidigen möchte. Der gemütliche Ausflug wird plötzlich zu einem Kampf ums Überleben…

Bei Backcountry – Gnadenlose Wildnis handelt es sich um das Regiedebüt von Adam MacDonald, der sich bisher hauptsächlich in Serien, Fernseh- oder Kurzfilmen als Schauspieler verdingt hat. Bei seinem ersten abendfüllenden Streifen nimmt er sich des Schicksalsschlags von Jacqueline Perry und Mark Jordan an, die in 2005 im Missinaibi Provincial Park tatsächlich von einem Schwarzbären angegriffen wurden. Wie bei vielen Filmen, die auf wahren Begebenheiten beruhen, wird aber auch hier etwas an den Details geschraubt und Begebenheiten werden einem höheren Unterhaltungsfaktor zuliebe abgeändert. Aufgrund der Spoilergefahr möchte ich darauf aber nicht näher eingehen. Details zu den Ereignissen, die Backcountry zugrunde liegen, findet ihr auf der Webseite Filme-

Wahre Begebenheiten, wo das sehr schön zusammengefasst wird (aber euch selbst zuliebe erst nach der Sichtung des Streifens durchlesen;). Die Umsetzung der Thematik ist in Sachen Inszenierung und Schauspiel gut und spannend gelungen. 

Missy Peregrym und Jeff Roop liefern als Paar eine gute Performance ab und es hat mir sehr gefallen, dass man für die Tierszenen einen echten Bären genommen hat, anstatt sich mit billigem CGI auszuhelfen.

Gleichwohl fand ich, dass der eigentliche Kern des Films, also der Moment, in dem die beiden von ihrem Widersacher angegriffen und gejagt werden, zu sehr hinausgezögert wird. Kaum, dass es richtig zur Sache ging, waren die 90 Minuten auch schon fast um. Auch würde ich mir im Nachhinein wünschen, dass man den Aspekt des Eindringens in das Revier des Bären mehr rausgekehrt hätte. So entsteht der Eindruck eines Tieres, das die beiden Urlauber grundlos attackiert, zumindest, wenn man nicht gerade die wahren Hintergründe kennt. Das macht der Film zumindest ein Stück weit dadurch wett, dass der Bär nicht als Feind dargestellt wird, den es zu bekämpfen gilt, sondern als natürlicher Jäger, der er nunmal ist. So entsteht abschließend zwar kein ganz rundes Bild, aber durchaus ein Werk, das mich sehr gut unterhalten konnte. 

 


 

Zusatzinfos | Herkunftsland: Kanada | Originaltitel: Backcountry | Freigabe: FSK 16 | Uncut: Ja | Spieldauer: 92 Min. | Verleih: Edel Germany | DVD/BD VÖ: 10.07.2015
Backcountry - Gnadenlose Wildnis (2014)
Prädikat: Balu goes Mayhem.
Story70%
Schauspieler75%
Spannung80%
Inszenierung80%
76%Wertung
Leserwertung: (0 Votes)
0%

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