Halli hallo, ihr Begeisterten des düsteren Gruselkinos! Ich habe mal wieder eine Festivalempfehlung für euch: Vom 2.-8. November 2015, also in nicht einmal mehr zwei Wochen, findet das 29. Filmfestival Braunschweig statt. Mit am Start ist auch dieses Jahr wieder eine Sektion aus dem Bereich Horror, die sich ganz den Erzählungen von Howard Phillips (kurz H.P.) Lovecraft widmet. In der Reihe “H.P. Lovecraft at midnight” zollt man mit drei Lang- und 14 Kurzfilmen dem Schaffen der Horrorikone Tribut. Gezeigt werden Streifen aus den Jahren 1999 – 2015, die auf den Geschichten des Autors basieren. Darunter finden sich auch einige Premieren: Andrew Robinson‘s From Beyond (Weltpremiere), Sascha Renninger‘s Fragment 1890 (Europapremiere) sowie Die Farbe (Huan Vu), bei dem es sich um die erste deutsche Verfilmung einer Lovecraft-Geschichte handelt. Welche Werke es in dieser Sektion noch zu bestaunen gibt, könnt ihr auf der offiziellen Webseite des Filmfestivals Braunschweig nachlesen (klick). 

Natürlich wird es auch jede Menge besonderen Filmstoff für diejenigen geben, die mit H.P. Lovecraft nicht soviel anfangen können. Ein Beispiel wäre die Sektion “Dark Mirror”, die u.a. mit der Dokumentation Brazilian Dream von Marcelo Pedroso aufwartet. Dieses künstlerisch anmutende Werk wirft einen Blick auf die gegenwärtige Situation eines Landes, dass in einem starken Wandel begriffen ist. In der Reihe “Neues Internationales Kino” läuft das vielversprechende (weil kompromisslose) Gangsterdrama North v South von Steven Nesbit sowie das japanische Gruseldrama Journey to the Shore (Kiyoshi Kurosawa) in dem sich eine Frau mit ihrem gerade verstorbenen Mann (also dessen Geist) auf eine Reise in ihrer beider Vergangenheit begibt. Das klingt nicht nur interessant, sondern sieht auch noch klasse aus, wie der Trailer beweist (ok, ich bin auch ein großer Fanboy des Asiatischen Kinos;)…

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https://www.youtube.com/watch?v=6FhWIGwkAig

Als Fan gepflegter Science Fiction Kunst möchte ich außerdem auf den kanadischen Film Project-M aufmerksam machen. In dem von Eric Piccoli inszenierten Werk begeben sich vier Astronauten auf eine Raumstation, um nach Trinkwasser zu suchen. Teil der Mission ist des Weiteren ein Experiment, in dem es darum geht, dass das Team 1.000 Tage in der lebensfeindlichen Umgebung des Weltalls überstehen soll. Ein paar bewegte Bilder möchte ich euch auch noch an die Hand geben…

Als letztes Beispiel für das extrem spannende Line Up des diesjährigen Braunschweig International soll der russische Film Parallel Lines meet at Infinity (Lika Alekseeva) in der Sektion “Beyond: Love” sein. Hier stalkt die junge Sasha einen Mann, mit dem sie eine gemeinsame Vergangenheit zu haben glaubt. Dieser ist wiederum ein von dem Thema Angst besessener Fotograf, der seine weiblichen Models in den Shootings bis an den Rand der psychischen Belastbarkeit drängt. Leidenschaft und Obsession werden gepaart mit der Frage, wie weit Fotografie gehen darf. Was vielleicht erst etwas mau klingt, hat mich spätestens mit der Trailersichtung in seinen Bann gezogen:

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https://youtu.be/ToO7q7mr-kA

Dies sollen nur einige wenige Beispiele dafür sein, was euch übernächste Woche in Braunschweig erwartet. Wenn ihr also in dieser Zeit noch nichts vorhaben sollten, möchte ich euch dieses Event wärmstens empfehlen…

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