Der gerade an seiner Wahl zum Senator gescheiterte David Norris lernt durch einen vermeintlichen Zufall die hübsche Elise kennen. Bereits am ersten Abend ihrer Begegnung verlieben sich die beiden ineinander. Zur gleichen Zeit tauchen in schicke Anzüge gekleidete Männer auf, die alles dafür tun, dass sich die beiden nicht wieder begegnen. Zunächst erfährt der Zuschauer nichts über die Intentionen der mysteriösen Herrschaften. Lediglich, dass sie immer zu wissen scheinen, was als nächstes geschieht und ein größeres Ziel verfolgen, welches durch die Bekanntschaft zwischen David und Elise zu scheitern droht. Regisseur George Nolfi (Autor von Das Bourne Ultimatum) kombiniert mit Der Plan Mystery, Thriller und Liebesgeschichte. Gelingt ihn dies? Bedingt. Zwar bietet der Film eine interessante Story, die zum Weiterschauen animiert, allerdings hapert es etwas an der Inszenierung. Während der Plot immer dann interessant wird, wenn die Anzugträger auftauchen, frage ich mich, warum man unbedingt eine Liebesgeschichte als Aufhänger und treibenden Faktor der Story gewählt hat. Die Geschichte hätte in meinen Augen sehr viel interessanter sein können, wenn die Geschehnisse von einer anderen Situation ausgelöst worden wären. Zwar hat der Fokus auf die Liebe zwischen David und Elise spätestens zum Ende hin seine Daseinsberechtigung, wenn klar wird, dass der Plot ein tiefes menschliches Empfinden braucht, um zu funktionieren. Und was bietet sich da mehr an, als die Liebe zu einem anderen Menschen? Auf der anderen Seite jedoch macht man es sich etwas zu einfach, denn auch andere Emotionen hätten sich gut als Basis angeboten um die Geschichte zu tragen. Zudem wirkt die Story etwas zu sehr an die Serie Fringe und die darin vorkommenden Beobachter angelehnt. Der Plan ist keineswegs schlecht und hat mich 1 3/4 Std. gut unterhalten. Matt Damon und Emily Blunt in den Hauptrollen machen ebenfalls eine gute, wenn auch nicht herausragende Figur. Es ist fast schon etwas schade, dass der Film im dünn gesäten Feld an guten Mystery-Streifen am Ende jedoch nicht weiter in Erinnerung bleiben wird. Dafür werden weder der Mystery-Part noch die Liebesgeschichte mit genügend Tiefe versehen. Prädikat: Gute Unterhaltung ohne nennenswerte Höhepunkte.

Über den Autor

Film- und Seriennerd, Musikliebhaber, Hörspielverrückter, Zocker und ein kleiner Dichter. Als Inhaber von B.M.T.H. möchte ich euch besondere Werke aus diesen Bereichen vorstellen. Außerdem werden hier erstmals meine selbstgeschriebenen Gedichte veröffentlicht. Wenn ihr mehr über mich und das Projekt B.M.T.H. erfahren wollt, dann besucht doch einmal den Bereich "Über mich";)

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