Fear the Walking Dead | Das Ende der Zivilisation Spoilerwarnung: Diese Review kann Spuren von Informationen zu den bisherigen Folgen der Serie enthalten. Sollte bei dir eine Allergie gegen Spoiler diagnostiziert worden sein, empfehle ich, die letzten Ausgaben von Fear the Walking Dead zu schauen, bevor du diesen Artikel konsumiert. Die Zusammenfassung der hier besprochenen Folge verabreiche ich natürlich frei von Spoilern.

Fear the Walking Dead Staffel 2 | Cover ©amc

Es ist soweit: Fast pünktlich zum Ende der sechsten Staffel von The Walking Dead geht amc mit dem Serienprequel in die zweite Runde. Und während für Rick’s Gruppe der Begriff Zivilisation längst ein Relikt vergangener Tage ist, klammern sich Travis Manawa (Cliff Curtis, Sunshine) und seine Begleiter noch verzweifelt an die Hoffnung, dass es irgendwo da draußen einen Hafen für den Neuanfang gibt. Nachdem jedoch auch die vermeintlich sichere Villa des undurchsichtigen Victor Strand (Colman Domingo, Lincoln) von den untoten Horden überrannt wurde, ist erneut die Flucht angesagt. Ein Glück liegt das Anwesen direkt an der Küste und Victor lädt Travis, dessen Familie sowie Danial Salazar (Rubén Blades) samt Tochter auf seine Yacht ein. Allerdings wird schon bald klar, dass weder das offene Meer, noch die Gesellschaft auf dem Boot so sicher sind, wie zunächst angenommen…

Eines muss man dieser ersten Folge lassen: Sie leitet die zweite Staffel mit einem echten Gänsehaut Opener ein! Alleine der Blick auf den lichterloh brennenden Landstrich hat mir einen angenehmen Schauer über den Rücken gejagt. Danach tut man sich allerdings etwas schwer damit, den wichtigsten Aspekt der Marke Walking Dead gekonnt auszuspielen: Die emotionale Bindung an die Figuren. Lediglich mit Nick Clark (sehr gut verkörpert von Frank Dillane) konnte mich die Folge Monster abholen, weil gerade bei ihm der größte Trumpf der Serie(n) zu gelingen scheint: Die Identifikation mit einem Charakter, der wohl jedem zunächst einmal extrem unsympathisch oder zumindest fremd war. Abgesehen davon passiert jedoch nicht wirklich viel und auch der sonst immer so nervenaufreibende Zwiespalt angesichts der Frage, ob man Hilfsbedürftigen, die nicht zur Gruppe gehören, unter die Arme greift, will nicht so recht funktionieren. Allerdings hatte auch die Originalreihe es während der ersten Staffel noch nicht geschafft, mich von den Socken zu hauen – insofern bin ich gespannt und harre einmal der Dinge. Die Charakterkonstellation bietet auf jeden Fall auch hier ein großes Potential und es würde mich doch stark wundern, wenn FTWD da nicht noch die Kurve kriegt.

Zusatzinfos | Herkunftsland: USA | Originaltitel: Fear the Walking Dead – Monster | Freigabe: FSK 18 | Uncut: ja | Spieldauer: 42 Min. | Verleih: Splendid Film/WVG | DVD/BD VÖ: 04.11.2016 | Erstausstrahlung auf Amazon Instant Video: 11.04.2016 | Streaming Link: Amazon
Fear the Walking Dead Staffel 2 Ep. 1 - Monster (2016)
Prädikat: Eine mittelmäßige Folge von Fear the Walking Dead ist immer noch weit davon entfernt, schlecht zu sein, aber hier ist noch Luft nach oben.
Story50%
Schauspieler75%
Spannung60%
Inszenierung85%
68%Wertung
Leserwertung: (0 Votes)
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