Spätestens seit Hostel dürfte jeder Genrefan den Namen Eli Roth kennen. Dieser hat sich mittlerweile von Quentin Tarantino’s Sidekick zu einer eigenen Größe im Horrofilm gemausert. Nach Hostel 2 ist es allerdings recht still um ihn geworden. Neben dem Kurzfilm Stolz der Nation als Beitrag zu Inglourious Basterds hat er sich in den letzten Jahren darauf konzentriert, selbst zu schauspielern oder als Produzent bzw. Drehbuchautor im Hintergrund mitzuwirken. Ende diesen Jahres steht Roth allerdings wieder einmal in seiner Rolle als Regisseur vor der Tür – Knock Knock heißt es dann. Hier spielt Keanu Reeves (John Wick) den Familienvater Evan, der sturmfrei hat und des abends von zwei jungen Damen (Lorenza Izzo & Ana de Armas) überrascht. Vollkommen durchnässt bitten Sie um Obdach und Evan lässt sie herein. Die beiden haben es jedoch faustdick hinter den Ohren. Nachdem sie ihn erfolgreich verführt haben, machen sie dem gutmütigen Kerl das Leben zur Hölle. Klingt stark nach einem Home Invasion Thriller, was ja schonmal nicht schlecht ist. Keanu Reeves ist allerdings so ein Schauspieler, der sehr polarisiert. Entweder man mag ihn oder nicht. Ich gehöre zu denjenigen, die ihn trotz seines eingeschränkten Schauspielrepertoirs immer wieder gerne sehen und nach John Wick, wo er eine klasse Leistung abgeliefert hat, bin ich gespannt darauf, was Eli Roth noch so aus ihm rauskitzelt. Knock Knock dürfte definitiv eine Herausforderung für ihn zu sein, denn hier muss er mal das Opfer mimen, während er sonst ja eher austeilt. Im Trailer macht er jedenfalls eine gute Figur und zeigt neben dem typischen Reaves-Gesicht sogar ein paar intensive Emotionen. Gefällt mir! Auch die beiden Femme Fatales geben eine gute Figur ab (*hüstel*) und mit Sicherheit wird es ein Heidenspaß dabei zuzusehen, wie sie ihrem Opfer Feuer unterm Hintern machen! Ich hoffe mal nur, dass die FSK gnädig ist. In England hat der Streifen es zumindest schonmal unbeeschadet durch die BBFC geschafft.

Wer sich übrigens etwas in Stimmung bringen möchte, dem kann ich den bitterbösen und sehr unterhaltsamen Julia X (am besten in der großartigen 3D-Fassung) empfehlen. Aber bitte nur uncut, also in der SPIO-Version!

Zusatzinfos | Freigabe: t.b.a. | Uncut: t.b.a. | Spieldauer: 99 Min. | Studio (Verleih): SquareOne Entertainment / Universum Film | Kinostart: 10.12.2015

Quelle: Schnittberichte.com

Knock Knock (2015)
Aussicht: Wenn Frauen Rot(h) sehen, gibt's für Männer nichts zu lachen. Läuft!
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