Maggie | Poster

 

Woran denkt man bei dem Namen Arnold Schwarzenegger? Panzerfäuste, Skynet, Kalifornien und “I’ll be back!”. Woran denkt man wohl eher weniger? An ein Vater/Tochter-Drama im Rahmen einer Zombieapokalypse. Genau auf solch cineastisches Terrain bewegt sich der Schauspieler nun aber mit dem ersten abendfüllenden Film von Henry Hobson, den man bisher eher als Regisseur und Designer von Start- und Endsequenzen diverser Kinostreifen und Videospiele kennt (oder auch nicht). Jetzt inszeniert er die Geschichte um Wade Vogel (Schwarzenegger) und seine Tochter Maggie (Abigail Breslin). Diese wird während einer Zombie-Epidemie mit dem Virus infiziert, der sie langsam in eine nach Menschenfleisch dürstende Untote verwandelt. Ihr Vater will den Schicksalsschlag jedoch nicht einfach so hinnehmen und kümmert sich in den folgenden Wochen liebevoll um das Mädchen, während er parallel fieberhaft nach einem Heilmittel sucht. Aber die Zeit läuft ihm davon, denn seine Tochter verändert sich zunehmend zu einem Wesen, dass nichts mehr mit dem Menschen zu tun hat, den er kennt. 

Ich finde es ja immer sehr spannend, wenn alteingesessene Schauspieler sich einmal aus ihrer Komfortzone bewegen um etwas Neues zu wagen und sich von einer Seite zu zeigen, die man so nicht von ihnen erwartet. Jean-Claude Van Damme hat diesen Schritt 2008 in JCVD gewagt und damit (berechtigten) Beifall geerntet. Ein weiteres Beispiel ist Mickey Rourke und seine Rolle in The Wrestler. Interessant finde ich bei solchen Projekten vor allem, ob der jeweilige Darsteller solches Charakterschauspiel überhaupt beherrscht. Hinsichtlich Arnold Schwarzenegger mache ich mir nach diesem Trailer zu Maggie allerdings deutlich weniger Sorgen. Dem “Terminator” scheint die Rolle des verzweifelten Familienvaters überraschend leicht von der Hand zu gehen. Es ist jedoch nicht nur die gegen den Strich besetzte Hauptfigur, wodurch der Film durchaus das Potential hat, zu einem kleinen Highlight zu werden, sondern auch die Art und Weise, wie man das Drama zu inszenieren scheint. Ruhig, melancholisch und ergreifend, allerdings ohne das Feeling für das Genre aus den Augen zu verlieren. Das sieht man so ja auch nicht alle Tage. Es ist also durchaus ein spannendes Projekt, auf das wir auch gar nicht mehr lange warten müssen: Bereits im August wird der Film in den hiesigen Läden stehen.

 

Zusatzinfos | Originaltitel: Maggie| Freigabe: FSK 16 | Uncut: ja | Spieldauer: 95 Min. | Studio (Verleih): Splendid Film GmbH | BR/DVD VÖ: 28.08.2015
Maggie (2015)
Aussicht: Gegen den Strich besetzte und inszenierte Zombie-Apokalypse mit großem Potential.
Potential85%
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Leserwertung: (1 Judge)
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