Minecraft mit Andy – Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Montagabend war es soweit und nach den vielen Lobeshymnen auf Minecraft erhielt ich von meinem Kumpel Andy die Nachricht, dass er sich nun auch Minecraft zugelegt hat. Das wurde aber auch Zeit! Wie der Zufall es so wollte hatten wir beide abends spontan Zeit und da demnächst ja unsere ONEuniverse.de-Welt entstehen soll, galt es auch keine Zeit zu verlieren, zumal Andy noch keinen Schritt im großen Klötzchenuniversum getan hatte. Also trafen wir uns online und die Welt „Sweet´n Dude´s World“ ward geboren!

Jagd auf Schafe

Uha, da war es aber erst einmal ziemlich ungemütlich, hat uns die automatisch generierte Seed doch direkt in ein Winter-Biom geschossen. Und neben der eisigen Kälte gab es auch kaum Bäume…also gut, erst einmal ein paar Schafe verprügeln um an ihre Wolle zu gelangen und die Nächte im wohlig warmen Bett „überspringen“ zu können. Denn wie echte Männer spielten wir natürlich im Hardcore-Modus bei dem bekanntermaßen des nachts Creeper und anderes Gesindel aus den Löchern gekrochen kommt. Während Andy sich erst einmal mit der Steuerung vertraut machte tönten von überall dort, wo ich wanderte, die Todesschreie der Schafe. Dann noch schnell etwas Holz mit der Handkante abklopfen und schon war die erste Nacht hereingebrochen. Wie echte Naturburschen gruben wir uns in ein Loch, zogen unsere frisch bezogenen Matrazenlager auf und schafften es sogar noch in finstrer Dunkelheit (Fackeln hatten wir ja auch noch keine) jeder sein Bett zu finden. Gut, das erste Fettnäpfchen hätten wir schonmal gekonnt umgangen!

Hallo Welt!

*schnarch*…*schnorpsel*…*schnarch*…WAAAAS, schon wieder Tag?! Ja, die Nächte in Minecraft sind kurz und kaum hat man sich unter die Decke gekuschelt, schon muss man wieder aufstehen. Kaffee und Brötchen gibt’s auch nicht – verdammt! Aber hey, wir waren ja schließlich nicht zum Spaß hier! Also buddelten wir uns wieder fröhlich aus dem Loch heraus und begannen die wichtigsten Einstiegsressourcen zu sammeln, vor Allem mehr Holz, Steine und die erste Kohle. Nun konnten wir uns auch Werkzeuge basteln und schon ging das Graben und Schlagen etwas schneller vonstatten. Zwischendurch war insbesondere ich jedoch immer wieder von schwerstem Hunger geplagt und Andy bekam seinen ersten großen Auftrag: Schweine töten! Und ich muss sagen: Er kann das erschreckend gut (hätte vielleicht Metzger werden sollen;)…glücklicherweise, denn so wurde ich vor einem frühen Hungertod bewahrt. Mangels eines Ofens haute ich mir also erst einmal das rohe Fleisch in die Fresse, damit man bis zur nächsten Nacht wenigstens noch ein bisschen was erledigen konnte. Die kam dann allerdings recht schnell, sodass wir nur noch ein bisschen mehr Holz und Stein sowie Andy weitere Erkenntnisse sammeln konnte…dann ging es wieder zurück ins Erdloch…aber jetzt hatten wir wenigstens schonmal Fackeln und leuchteten damit unser Erddomizil (klingt gemütlicher als es ist) aus. Gute Nacht…*schnarch*…*schnorpsel*…

Alles Schnee, oder was?

Die zweite Nacht machte das Schlafen unter Tage nicht besser – es wurde allerhöchste Zeit, dass wir uns einmal in der Welt umschauten, denn in einem Schnee-Biom wollten wir unser erstes ernsthaftes Lager nicht aufziehen. Aber wie das so ist bei Minecraft: Man wird einfach viel zu schnell von den ursprünglichen Plänen abgelenkt. An unserem dritten Tage waren hierfür vor Allem Kürbisse, Schneebälle und Getreidesamen verantwortlich, die wir uns allesamt noch in die Taschen steckten…nebenbei lernte Andy noch ein paar Minecraft-Basics und schon mussten wir wieder schlafen gehen.

Nu aber! Bevor wir wieder auf irgendwelche anderen Ideen kommen konnten, kloppten wir am darauffolgenden Morgen unsere Betten weg und liefen in die große, weite Welt. Es dauerte dann aber doch länger als gehofft, bis wir endlich das kalte Weiß hinter uns lassen konnten…das nächste Biom war allerdings auch nicht viel besser: Sumpf! Toll, hier will man sich auch nicht zuerst niederlassen…weiter geht’s!

Welcome to the Jungle!

Dann wurde es interessant: Was waren das für riesige Bäume, an denen doch tatsächlich Kakaobohnen hingen? Ha, wir hatten ein Dschungel-Biom gefunden und das war auch für mich komplett neu. Hier war das Vorankommen um Einiges beschwerlicher, denn überall war dichtes Gehölz und Gestrüpp. Zum Glück hatten wir noch ein paar Werkzeuge auf Tasche. Relativ schnell wurde klar: Wir sind gekommen um zu bleiben. Die hölzernen Ungetüme hatten es uns einfach angetan und kurze Zeit später war die erste Idee für ein Bauprojekt geboren: Ein Baumhaus! Dafür brauchten wir aber noch viel mehr Holz…ein Glück gab es hier genug;)

Und während wir fröhlich am Abholzen waren machte uns Thorsten, ein weiterer Zockerkumpel, überraschenderweise seine Aufwartung. Sehr cool, denn 6 Hände arbeiten bekanntlich schneller als 4. Nachdem er sich wacker durch die Nacht zu unserem Lager in der Erdhöhlenstraße 2a geschlagen hatte, verbrachten wir dann erst einmal einige Zeit damit, im Erdinnern nach wertvollen Rohstoffen zu suchen. Das Ergebnis: Einiges an Kohle, unser erstes Eisen und mehrere durch Unter-Tage-Creeper verursachte Tode. Mist…da Thorsten sein Bett noch nicht aufgebaut hatte bedeutete das für ihn nochmal vom ursprünglichen Spawn-Punkt zu starten. Aber ein erfahrener Minecrafter weiß sich zu wehren und so ist er nur zweimal gestorben auf dem erneuten Weg durch das Dunkel…als Mitbringsel gab es Pilze für lecker Suppe!

Um den gleichen Fehler nicht nochmal zu machen standen kurz darauf dann auch 3 Betten unter der Erde. Aber keine Sorge: Die Diskussionen, wer wo schlafen darf hielten sich in Grenzen…ach, da fällt mir ein, dass wir ja noch ein Hochbett basteln wollten! Und wenn das fertig ist schlafe ich oben. So

Andy der Farmer und Calmaris

Wieder an der Erdoberfläche angekommen baute Andy seine erste Farm, Thorsten schlug weitere wertvolle Metalle aus dem Gestein, während ich noch ein paar Bäume abholzte und angeln ging. Leider verabschiedete sich Thorsten dann auch schon wieder. Danke für deine Hilfe, das Eisen hat uns auch später sehr geholfen!

Das kurz darauf folgende Gespräch möchte ich einmal versuchen sinngemäß wiederzugeben:

SJohanson: „Andy, komm mal her.“
Andy: „Was gibt’s?“
SJohanson: „Schau mal da hinten im Wasser.“
Andy: „…“
Andy: „…“
Andy: „…“
SJohanson: „Verdammt, jetzt ist es weg…warte mal.“
SJohanson (jetzt unter Wasser): „Komm mal runter, hier ist es!“
Andy (schnorchelt): „Wo?“
SJohanson: „Da hinten!“
Andy: „Ach, ein Kraken.“
(Beide schauen eine Weile gebannt dem Klötzchenkalmar zu)
Andy: „Was ist denn jetzt…AH, ich ertrinke!!!“

Ja, und nachdem er bislang alle Creeper, Zombies, Spinnen und Skelette überlebt hatte, führte ein friedliches Unterwassertier zu Andys ersten Todesfall in Minecraft…

Wipfel-Wichte

Nachdem alle Items wieder vom Meeresboden gefischt waren ging es dann auch endlich mal an unser Baumhaus. Hoch droben im Blätterdach entstand um den Stamm eines Dschungelbaumes herum das Holzfundament unserer Hütte. Später begannen wir noch eine 360 ° Glasfront für den schönen Ausblick zu platzieren und bei dieser Gelegenheit entstand auch der folgende Schnappschuss, der Andy beim Betrachten des Sonnenuntergangs zeigt:

Sonnenuntergang nach getaner Arbeit

Nach gut 3 ½ Stunden war es dann aber Zeit auch im real-life mal ins Bett zu huschen und so ging die erste Session in MC mit „Sweet“ und „Dude“ zuende. Es war auf jeden Fall ein schöner und ereignisreicher Abend und ich freue mich schon auf die Fortsetzung…

 

2 Responses

  1. ICMAM

    Yes Alex, klasse Zusammenfassung, wie immer! ;) Bin auch schon gespannt wie es weiter geht. Schon krass, aktuell denke ich im Quadrat! Hätte nicht gedacht das mich das Game so packt, da bleiben aktuelle Games im Schrank….Titanfall, Thief, ….? Braucht kein Mensch! ;)

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    • anawak

      Jawollo Andy, freut mich, dass es dich so gepackt hat. Schon erstaunlich, was ein so verhältnismäßig einfach gestricktes Game doch in der Lage ist zu schaffen – nämlich, genau wie du sagst, aktuelle Blockbuster auszustechen. Habe wegen dem Game alleine schon länger nicht mehr die ONE zum zocken eingeschaltet. Also eins ist klar: wir haben da eine tolle Seed (Welt) erwischt und ich bin sehr gespannt auf unsere nächste Session!

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