Daniel Lugo ist ein Fitnessfreak…und ein Macher. Der vor Kraft strotzende Budybuilder will mehr: Mehr Geld, mehr Chicks, mehr Muskeln und am allerwichtigsten: Eiben fahrbaren Rasenmäher! Also sucht er sich zwei nicht minder Fitnesssüchtige mit einem ebenso gegen null tendierenden IQ um den (in ihren Augen) ultimativen Coup durchzuführen. Was den Dreien an Intelligenz fehlt, gleichen sie durch die Überzeugung, dass sie die Geilsten sind mehr als aus. Und was als Entführung eines Millionären beginnt, bei der man sich schon im Szenentakt an den Kopf greifen möchte, entwickelt sich zunehmend in ein totales Chaos bei dem die Drei keinen Fettnapf auslassen. An ihrer Selbstüberzeugung vermag das jedoch zu keinem Zeitpunkt zu rütteln.

Michael Bay ist als Regisseur ja eigentlich für Blockbusterkino par excellence bekannt. In Pain & Gain geht er einmal andere Wege. Weniger Action mehr…ja, was eigentlich? Viele Zuschauer werden sich gefragt haben, wo der Film eigentlich hin will und so ist der Streifen teils auch mit harscher Kritik bestraft worden. Und ja, auch ich kann verstehen, dass viele mit der Story und dem bizarren Humor nichts anfangen können. Gleichwohl hat der Film mich sehr begeistert. Eigentlich sollte er nur so nebenher laufen, während ich mit Videoprojekten beschäftigt war, allerdings musste ich immer wieder pausieren, weil zunehmend lustige und schräge Szenen meine volle Aufmerksamkeit verlangten. Aber was ist hier eigentlich so lustig. Zu allererst sind es die drei Dumpfbacken, gespielt von Mark Wahlberg, Dwayne “The Rock” Johnson und Adrian Doorbal, die entgegen ihrer Überzeugung nicht die Geilen sind. Trotzdem stolzieren sie wie die größten Checker von einer Katastrophe in die nächste. Die dadurch entstehenden Situationen sind teilweise nichts Geringeres als saukomisch, was vor Allem den beiden Sympathieträgern Wahlberg und Johnson zu verdanken ist, denen man ernstzunehmende Kriminelle ohnehin nur schwerlich abkaufen würde. Hinzu kommt die großartige Kameraarbeit von Ben Seresin, der den speziellen Stil von Michael Bay gekonnt umsetzt. Steve Jablonsky, der als Komponist bereits für die Soundtracks diverser Games (Gears of War 2 bis Judgment) und einiger Kino Blockbuster (u.a. Transformers – Die Rache) verantwortlich zeichnete, steuert auch hier mehr, als nur bloßes Hintergrundgedudel bei. Für mich ist Pain & Gain eine große Überraschung gewesen. Er trifft sicherlich bei Weitem nicht jedermanns Geschmack und von einem Michael Bay hätte man so einen Streifen sicherlich nicht erwartet. Bei dieser Besetzung und Crew dachten sicherlich viele, dass da mindestens so ein fettes Teil wie Bad Boys in die Kinos kommt. Aber so ist das eben mit den Erwartungen und fast schon wünschte ich mir, dass Bay diesen Film vor seinen großen Erfolgen gebracht hätte. Denn nun ist er schon einige Jahre in Hollywood, hat sich mit bombastischen Materialschlachten und CGI, das stets neue Maßstäbe setzt, einen Namen gemacht. All das ist dieser Film nicht, aber dafür sollte er nicht schlecht bewertet werden. 

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https://www.youtube.com/watch?v=NpCQ6v5UnqE
Pain & Gain (2013)
Prädikat: Jetzt glaube auch ich an Fitness!
Story83%
Schauspieler85%
Inszenierung90%
86%Wertung
Leserwertung: (0 Votes)
0%

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