Ach Leute, ich finde es klasse: Die letzten Jahre haben all die geliebten Actionstars meiner Jugend wieder auf die große Leinwand gebracht. Alleine die Expendables-Reihe wird im neuesten Teil wieder eine Schauspielerrige am Start haben, die jedem Fan von echten Männerfilmen die Freudentränen in die Augen treiben dürfte. Aber auch R.E.D. aus dem Jahre 2010 konnte mit einigen bekannten Faltengesichtern aufwarten: Bruce Willis, Helen Mirren, Morgan Freeman und John Malkovich. Mit dem Motto “Älter. Härter. Besser.” sollten Fans der alten Actionschule in die Kinosäle gezogen werden. Den Vergleich mit Sylvester Stallone‘s “Entbehrlichen” (deutsch für Expendables) musste sich Regisseur Robert Schwentke dann jedoch auch gefallen lassen. Leider hat sein Film bei dieser Gegenüberstellung für mich den kürzeren gezogen und doch: R.E.D. war unterhaltsam, bot einige nette Actionszenen und konnte vor allem dank John Malkovich für einige Lacher sorgen. Letztes Jahr ging man in die zweite Runde. Da hieß es dann “Noch Älter. Härter. Besser”.

Frank Moses (Bruce Willis) möchte eigentlich nur seinen Ruhestand genießen, da taucht plötzlich sein alter Weggefährte Marvin (John Malkovich) auf und berichtet ihm davon, dass die Regierung auf der Suche nach ihnen ist. Grund hierfür ist eine vor vielen Jahren durchgeführte, geheime Mission mit dem Codenamen “Nightshade”, in deren Verlauf eine Nuklearwaffe spurlos verschwunden ist. Frank und Marvin sollen angeblich an dieser Mission teilgenommen haben und demnach Informationen über den Verbleib der Waffe besitzen. Aus Gründen, die ich hier wegen Spoilergefahr nicht weiter erläutern werde, macht die Regierung Jagd auf die beiden. Frank und Marvin bleibt also nichts anderes übrig, als nach Beweisen für ihre Unschuld zu sorgen, was sich als alles andere als leicht herausstellt: Der beste Auftragskiller der Welt, Han Cho Bai (Byung-hun Lee) ist ihnen auf den Fersen und auch, dass man die beiden öffentlich als gesuchte Terroristen brandmarkt macht die Sache nicht leichter. Wenn das mal gut geht…

Ich muss zugeben, dass ich erst bei meiner Recherche für diesen Artikel richtig gemerkt habe, dass R.E.D. 2 neben den 3 bereits genannten doch noch einige andere bekannte Gesichter vorzuweisen hat: Helen Mirren (die man ja bereits aus dem ersten Teil kennt), Catherine Zeta-Jones als Femme fatale oder Anthony “Hannibal Lector” Hopkins als gefährlich-verrückter Wissenschaftler. Warum aber ist mir das erst jetzt aufgefallen? Neben Bruce Willis und John Malkovich haben sie alle nur recht kleine Rollen. Lediglich Mary-Louise Parker (ebenfalls bekannt aus dem ersten Teil) hat ähnlich viel Screentime wie die beiden Glattköpfe (höhö, Wortspielalarm;). Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle aber nochmal Byung-hun Lee, der bereits in dem überragenden I Saw the Devil und dem wunderbar abgedrehten The Good, the Bad and the Weird mitgespielt hat. Auch hier macht er eine klasse Figur und trägt wesentlich zu einigen der besten Szenen im ganzen Film bei. Oh wow, moment, einen habe ich ja kompett vergessen: Neal McDonough, der einmal mehr ganz fantastisch den Bösewicht mimt. Den musste ich jetzt einfach noch nachschieben. Ich hasse den Typen während eines Films (er spielt ja meistens einen Drecksack – korrigiert mich, wenn ich falsch liege) aber wenn der Abspann läuft, denke ich immer wieder: Fuck, ist der gut und einfach wie gemacht für die Rolle des Antagonisten.

Was hat der Film außer Schauspielern eigentlich noch so zu bieten? Nun, da wären ein paar nette Actionszenen (bspw. eine Helen-Mirren-schießt-beideseitig-aus-dem-Auto-während-dieses-sich-in-Zeitlupe-dreht-Szene…klingt komisch, ist aber cool!), ein Haufen unterschiedliche Drehorte (bspw. in England, Kanada, Russland und Frankreich) und eine Menge Humor. Letzterer ist vor allem der Figur Marvin Koggs zu verdanken, in dessen Darstellung John Malkovich vollkommen aufzugehen scheint. Eine halbe Stunde weniger hätte dem Film allerdings sicherlich nicht geschadet. So geht ihm zwischendurch mal ein wenig die Puste aus. Dennoch habe ich mich am Ende gut unterhalten gefühlt und würde mir auch einen dritten Teil anschauen, der, so zumindest laut filmstarts.de, bereits beschlossene Sache ist. Alles Andere würde mich ehrlich gesagt auch wundern. Um aber nochmal auf den anfänglichen Vergleich zurück zu kommen: Ein Actionfeuerwerk der Marke Expendables darf man hier wahrlich nicht erwarten. Beide Franchises können meiner Meinung nach aber wunderbar nebeinander existieren!

Prädikat: Alt werden rules!

https://www.youtube.com/watch?v=fSXM1j5RqNg

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