Es gibt ja heutzutage so einige Filme, insbesondere im Horror-Genre, die werden absichtlich mit dem geringstmöglichen Budget produziert. Diese haben sich in den letzten Jahren als sogenannter “Trash” einen Titel und eine Fangemeinde erspielt. Solche Filme zeichnen sich in aller Regel durch eine durch und durch minderwertige Qualität aus: Mieses Drehbuch, Effekte, die akuten Augenkrebs hervorrufen, Schauspieler, die hierzulande nicht einmal in den Dschungel eingeladen würden sowie gut und gerne auch ein Titel, der mal eben von einem Blockbuster abgekupfert wurde (bspw. “Transmorphers”). Das Ergebnis ist dann wirklich nur betrunken zu ertragen (dann aber sehr lustig)…>

Und dann gibt es noch die Filme, die aus einem geringen Budget zumindest versuchen das Beste rauszuholen – manches Mal mit Erfolg. So auch glücklicherweise in dem heute von mir gesichteten “Space Soldiers” (Originaltitel “Scavengers”). Hier bekriegen sich 2 Raumschiffe auf der Jagd nach dem Chaos-Generator, einer Art Artefakt, dass in den falschen Händen das Universum aus dem Gleichgewicht bringen kann. Wake, Kommander der “Revelator” und durch einen Zufall im Besitz des Artefakts, versucht dieses außer Reichweite von “Jekel”, seines Zeichens Befehlshaber der “Gutter”, zu bringen. Zweiterer ist nämlich ziemlich irre und versucht mit allen Mitteln an den Chaos-Generator zu gelangen.

Im Großen und Ganzen war es das schon. Neben des recht simpel gestrickten Plots wirkt der Film gerade zu Beginn ziemlich billig, was in erster Linie an den Weltraumschlachten liegt, die allesamt per CGI erstellt wurden. Man hat zwar definitiv schon Schlechteres gesehen, aber auch sehr viel Besseres.

Das Leben im All...Das Leben im All bekommt nicht jedem…

Was den Film dann doch aus der Masse der Billigproduktionen herausstechen lässt ist in erster Linie die Atmosphäre. Diese ist insgesamt sehr ruhig mit wenigen Actionszenen, stattdessen jedoch mit guten bis sehr guten Dialogen, die einfach mal erfrischend anders sind. Insbesondere Sean Patrick Flanery als “Jekel” schafft es seine Rolle mit einer großartigen Gesichtsmimik zu garnieren. Solch ein zwar nicht oscarreifes, dafür aber außergewöhnliches Schauspiel würde ich gerne öfter sehen. Aber auch alle anderen Darsteller machen einen prima Job.

Hinzu kommt dann noch die Musik, die meist gekonnt im Hintergrund dudelt, jedoch einen großen Teil der Atmosphäre mitträgt. Zu guter letzt, und wahrscheinlich am allerwichtigsten: Der Film nimmt sich nicht zu ernst! Das Drehbuch versucht nicht verkrampft die Story möglichst glaubhauft zu machen. Ob einiger Logikfehler wäre das auch direkt nach hinten losgegangen. Stattdessen lässt man mal vollkommen unvermittelt jemanden explodieren und die Zeugen dies mit einem einfachen “scheußlich” kommentieren. Zwar wird das im Nachhinein aufgeklärt, im ersten Moment fragt man sich als Zuschauer aber zu Recht: WHAT THE FUCK?!.

Das Teil ist also definitiv empfehlenswert und da man solche Produktionen unterstützen sollte: don´t copy! – geht in den Laden, so teuer ist der Streifen nicht. Das gilt natürlich für alle Filme, aber hier ganz besonders…

Euer /anawak

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